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Diskriminierung aufgrund einer möglichen Schwangerschaft

Rechtsnews | 20.05.2014

Diskriminierung aufgrund einer möglichen Schwangerschaft

Der OGH hat kürzlich in einem interessanten Fall zum Thema Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Zusammenhang mit einer Kündigung aufgrund einer möglichen Schwangerschaft entschieden.
Nachdem eine Mitarbeiterin ihre Schwangerschaft bekannt gegeben hat, teilte ihr der Arbeitgeber mit, dass sie nicht eingestellt worden wäre, wenn die Schwangerschaft schon beim Eintrittsgespräch bekannt gewesen wäre. Die Mitarbeiterin erlitt jedoch eine Fehlgeburt. Nach der Rückkehr aus ihrem Krankenstand wurde sie mit der Begründung gekündigt, sie könne in Kürze wieder schwanger werden.

Der OGH (8 ObA 81/13i, 27.2.2014) entschied, dass es sich in diesem Fall um eine unmittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handelt und sprach der (ehemaligen) Mitarbeiterin Schadenersatz aus Verdienstentgang und für die persönlich erlittene Beeinträchtigung zu.