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Worauf ist zu achten, wenn man Zeit mit seinem Pferd verschenkt?

Worauf ist zu achten, wenn man Zeit mit seinem Pferd verschenkt?

„Verschenke Zeit mit meinem Pferd“ – eine tolle Aktion, für Kinder, denen es nicht so gut geht wie vielen anderen. Doch gilt, egal, ob man Geld verlangt oder unentgeltlich Zeit mit seinem Pferd anbietet, dass man für Unfälle, dh vor allem Verletzungen bei Stürzen, zu haften hat. Worauf sollte aufgepasst werden? Wofür muss man haften? Informationen dazu finden Sie im folgenden Artikel und – ausführlicher – im Buch “Haftungsfalle Pferd” von Nina Ollinger.

Eine Haftung für einen Unfall, vor allem Sturz vom Pferd aber natürlich auch bei Unfällen am Boden, ist immer dann gegeben, wenn ein Verschulden des anderen, im konkreten Fall des Eigentümers des Pferdes, der Zeit mit seinem Pferd verschenkt, gegeben ist. Doch wann liegt dieses vor? Beim Umgang mit Pferden bisweilen relativ rasch, denn ermöglicht man pferdeunkundigen Personen und/oder insbesondere Kindern den Kontakt zum Pferd, muss man selbst darauf achten, dass diese Person keiner Gefahr ausgesetzt ist. Natürlich kann nicht jedes Risiko beim Umgang mit Pferden ausgeschalten werden, doch ist dieses zu minimieren, wo dies möglich ist. Konkret: Das Pferd muss ruhig und für Anfänger tauglich sein, auch zum konkreten Zeitpunkt muss das Pferd ruhig und ausgeglichen sein, die Umgebung muss ruhig und ohne Störfaktoren sein, bei Erkennen eines Störfaktors (zB lautes Bellen eines Hundes oder Traktorenlärm, wodurch das Pferd beunruhigt wird) muss die Person vom Pferd weggeschickt oder weggebracht werden, die Ausrüstung des Pferdes muss genauso wie die Ausrüstung des Reiters völlig in Ordnung sein, das Kind bzw die Person hat einen Helm und gutes Schuhwerk zu tragen, die Ausrüstung muss dergestalt sein, dass die Person nirgends hängen bleiben und sich so verletzten kann, insbesondere bei Kindern muss eine zweite Person dabei sein, die das Kind sichert, etc.

Empfehlenswert ist es, die Person genau darüber zu informieren, was sie erwartet und dass das Pferd auch erschrecken kann – dies mit all seinen Folgen. Eltern bzw Erziehungsberechtigte sind unbedingt zu informieren, wenn deren Kinder Zeit mit dem Pferd verbringen. Hier lohnt es sich auch, zu hinterfragen, ob der begleitende Erwachsene auch der Erziehungsberechtigte ist.

Passt das Setting nicht (siehe oben: zB Pferd ist unruhig, Kind ist nicht ordentlich ausgerüstet), sollte das Zeit schenken nicht stattfinden oder abgebrochen werden.

Egal was man mit einem Pferd macht oder anbietet, eine entsprechende Haftpflichtversicherung für diese Tätigkeit sollte in jedem Fall vorhanden sein. Zu beachten ist, dass die meist ohnehin vorhandene Tierhalterhaftpflichtversicherung typische Unfälle und Unfallfolgen (Schadenersatzansprüche wie insbesondere Schmerzengeld, Physiotherapie und Ähnliches, Prozesskostenübernahme im Falle eines Gerichtsverfahrens) im Rahmen des Reitens bei zB einer Aktion wie „Verschenke Zeit mit meinem Pferd“ nicht abdeckt! Auch Reitlehrer, die eine Reitlehrerhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, sollten prüfen, ob derartige Aktionen von ihrer Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Weitere Informationen zu Haftungsthemen finden Sie im Buch “Haftungsfalle Pferd” von Nina Ollinger. Lesen Sie auch den Beitrag dazu in der Pferde Revue und die Kolumne “Recht gehabt” auf der NOEPS-Seite in der Rubrik “Recht und Pferd”.

Vortrag von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger zum Thema “Erben und Schenken” der ÖVP Purkersdorf

Am 3.11. fand im Gewölbe der Wienerwald-Wohlfühlkanzlei ein Vortrag von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger zum Thema “Erben und Schenken” statt. Die von der ÖVP Purkersdorf organisierte Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher in den kanzleieigenen Vortragsraum im Keller der Rechtsanwaltskanzlei. Die Erbrechtsreform ab 2017 sowie die Änderungen im Zusammenhang mit Schenkungen ab dem kommenden Jahr wurden beispielhaft und praxisnah von der Purkersdorfer Rechtsanwältin dargestellt.

Das rege Interesse zeigte sich insbesondere bei der anschließenden Diskussion, bei welcher die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre persönlichen Fragen zu stellen. “Ich freue mich ganz besonders, dass ich noch vor der Reform in meiner Vortragsreihe zum Erbrecht die heimische Bevölkerung aufklären kann. Insbesondere bei Testamenten gibt es einige Änderungen, die bedacht werden müssen”, so Nina Ollinger. Der Purkersdorfer ÖVP Obmann Andreas Kirnberger freute sich über den besonderen Rahmen dieser Veranstaltung: “Wir wollen unseren Mitgliedern in Zukunft weitere informative Vorträge dieser Art bieten.”

Erben & Schenken: was bringt das Jahr 2016?

Impulsreferat von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger mit anschließender Fragestunde – eine Veranstaltung der ÖVP Purkersdorf.

19:00 Uhr, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Ollinger, Hautplatz 5, 3002 Purkersdorf

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