Rechtsanwaltskanzlei
Dr. Ollinger

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Vortrag von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger zum Thema “Erben und Schenken” der ÖVP Purkersdorf

Vortrag von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger zum Thema “Erben und Schenken” der ÖVP Purkersdorf

Am 3.11. fand im Gewölbe der Wienerwald-Wohlfühlkanzlei ein Vortrag von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger zum Thema “Erben und Schenken” statt. Die von der ÖVP Purkersdorf organisierte Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher in den kanzleieigenen Vortragsraum im Keller der Rechtsanwaltskanzlei. Die Erbrechtsreform ab 2017 sowie die Änderungen im Zusammenhang mit Schenkungen ab dem kommenden Jahr wurden beispielhaft und praxisnah von der Purkersdorfer Rechtsanwältin dargestellt.

Das rege Interesse zeigte sich insbesondere bei der anschließenden Diskussion, bei welcher die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre persönlichen Fragen zu stellen. “Ich freue mich ganz besonders, dass ich noch vor der Reform in meiner Vortragsreihe zum Erbrecht die heimische Bevölkerung aufklären kann. Insbesondere bei Testamenten gibt es einige Änderungen, die bedacht werden müssen”, so Nina Ollinger. Der Purkersdorfer ÖVP Obmann Andreas Kirnberger freute sich über den besonderen Rahmen dieser Veranstaltung: “Wir wollen unseren Mitgliedern in Zukunft weitere informative Vorträge dieser Art bieten.”

Erben & Schenken: was bringt das Jahr 2016?

Impulsreferat von Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger mit anschließender Fragestunde – eine Veranstaltung der ÖVP Purkersdorf.

19:00 Uhr, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Ollinger, Hautplatz 5, 3002 Purkersdorf

Erbrecht: Änderungen nun fix

Der Gesetzesentwurf von Justizminister Brandstetter, genannt Erbrechts-Änderungsgesetz 2015 (ErbRÄG 2015) wurde mit breiter Mehrheit im Nationalrat angenommen. Das Erbrecht wurde damit modernisiert und in vielen Bereichen umgestaltet.

Im Mittelpunkt des ErbRÄG 2015 steht eine große Erbrechtsreform, die eine umfassende Modernisierung der gesamten erbrechtlichen Bestimmungen zum Ziel hat.

An wesentlichen Änderungen zu nennen sind etwa
• die Enterbung naher Angehöriger wurde unter gewissen Umständen vereinfacht
• pflegende Angehörige sind stärker bei der Verteilung des Erbes zu berücksichtigen
• Eltern sind vom Pflichterbe ausgenommen; nur noch die Nachkommen und der Ehegatte oder eingetragene Partner sind pflichtteilsberechtigt
• Das Erben von Familienbetrieben ist künftig möglich, Miterben sind in Raten auszuzahlen. Damit soll der Fortbestand von Klein- und Mittelbetrieben sichergestellt werden
• Testamente zugunsten früherer Ehegatten oder Lebensgefährten werden nach einer Scheidung automatisch als aufgehoben gewertet
• Die wohl wichtigste Neuerungen für Lebensgefährten: Gibt es kein Testament und keine Verwandten, hat ein Lebensgefährte künftig Vorrang vor dem sogenannten Heimfallsrecht des Staates. Diese Regelung wird bisherige Härtefälle verhindern, wonach der Lebensgefährte etwa nicht in der gemeinsamen Wohnung verbleiben konnte, die dem Verstorbenen gehörte
• Beibehalten wird die Bestimmung, dass ein nicht selbst geschriebenes Testament dreier Zeugen bedarf, das fremdhändige Testament soll aber durch verschiedene Maßnahmen fälschungssicherer gestaltet werden
• Nunmehr kann der Pflichtteil auch dann auf die Hälfte gemindert werden, wenn mindestens zwanzig Jahre kein Kontakt bestand. Bislang war dies nur möglich, wenn gar kein Kontakt gegeben war

Die Erbrechtsreform tritt nach einer ungewohnt langen Legisvakanz am 1. 1. 2017 in Kraft. Somit bleibt genug Zeit, um sich gut zu informieren, zu beraten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

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